Aussaat und Ernte

Der Anbau der Linse erfolgt in unseren Breitengraden in der Regel im Gemenge (gemischt) mit einer Stützfrucht.

 

Die Aussaat beider Bestandteile des Gemenges erfolgt meist gleichzeitig.

 

Als Stützfrucht für die Linse dient traditionell Gerste oder Hafer. Wir haben darüber hinaus auch den Leindotter als sehr guten Gemenge-Partner für die Gegebenheiten in den hessischen Mittelgebirgen schätzen gelernt.

 


Durch den Gemengepartner (z.B. Hafer und Leindotter) wird in der Regel das Beikraut in der Vegetationsperiode schon recht gut unterdrückt. Eine Beikrautregulierung entfällt damit.


Die Ernte ist für Linsenbauern sehr aufwändig. Jede Linsenpflanze reift ungleichmäßig ab, sodass der Landwirt bei der Ernte möglichst viele reife Linsen abernten kann. Die Pflanzen sind an der Spitze oft noch in der Blüte, während unten die reifen Linsen schon aus den Hülsen fallen. Der Reifenzeitpunkt kann der versierte Linsenbauer tatsächlich erschmecken.

 

Die Ernte des Gemenges erfolgt mit einem normalen Mähdrescher. Dies erfordert sehr viel "Fingerspitzengefühl" und Erfahrung. Es gilt im Besonderen darauf zu achten, dass die niedrig stehenden Linsenpflanzen geerntet werden und gleichzeitig der Mähdrescher nicht zu viele Erdklumpen und Steine aufnimmt.

 

Auch ist die Wahl des richtigen Druschzeitpunkts manchmal heikel, weil die Gemengepartner nicht genau gleichzeitig reif werden. Trotz der Erntereife weisen die Gemengenpartner i.d.R. unterschiedliche Feuchtigkeitsgrade auf, und müssen unverzüglich getrennt und auf einen lagerfähigen Feuchtigkeitsgrag getrocknet werden.

 

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Die Linsen-Ernte erfolgt mit dem Mähdrescher.


Hessisches Hochland

Bäuerliche Vermarktungsgemeinschaft für Linsen und andere landwirtschaftliche Produkte aus Hessen

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